Die Geländereifen werden natürlich vor allem für Geländewagen und SUV benötigt. Die meist schweren Fahrzeuge benötigen aufgrund der Fahrzeugeigenschaften Reifen mit anderem Profil. Das Profil der Geländereifen ist sehr grob und die Lauffläche ist dafür ausgelegt, dass die Fahrzeuge auf unbefestigen Straßen und im freien Gelände eingesetzt werden. Einige Geländereifen werden auch für besonders extreme Geländearten entwickelt.
Wer sich für Geländereifen entscheidet, muss sich dafür entscheiden, ob er viel auf der Straße oder im Gelände unterwegs ist. Für beide Gebiete gibt es unterschiedliche Reifen. Dies beeinflusst die Profilformgebung. Eine der möglichen Varianten der Geländereifen ist die Kennzeichnung ST (Street-Terrain). Diese Geländereifen sind für einen hohen Straßenanteil ausgelegt und bieten eine niedrigere Geländetauglichkeit. Die mit AT (All-Terrain) ausgezeichneten Reifen sind generell für einen ausgewogenen Anteil an Straße und Gelände entworfen, während man bei MT-Reifen (Mud-Terrain) auf einen hohen Geländeanteil setzt. Hierbei rechnet man insbesondere mit Schlamm, Felsen und Steinen. Eine noch extremere Variante sind die Boggers und Super-Swamper. Diese bieten grobe Schaufeln, beziehungsweise Stollen und können nur in sehr schwerem Gelände, wie etwa dem Bergbau eingesetzt werden.
Ebenfalls als wirksam hat es sich herausgestellt, die Geländereifen je nach Geländeart mit Spikes auszustatten. Damit kann man auf hohen Steigungen bei viel Regen und Schlamm eine bessere Stabilität des Fahrzeugs erzielen. Bevor man mit dem Fahrzeug jedoch wieder auf die Straße fährt, sollte man die Spikes entfernen, da diese schädlich für die Straßen sind. In der BRD sind die Spikes jedoch, außer bei einem kleinen Gebiet bei Bad Reichenhall sowie auf Privatgrundstücken, verboten worden. Eine weitere Ausnahme gilt für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge. In der Schweiz sind die Vorschriften für Spikes ungefähr ähnlich wie in Österreich.